Warum man für einen Gin & Tonic besser Bio-Limetten benutzen sollte

Limetten sind häufig gespritzt

Limetten werden häufig während der Wachstumsphase und manchmal mal auch nach der Ernte mit Pestiziden bespritzt, die einen Schädlingsbefall der Frucht vermeiden sollen. Während etwaige Pestizidrückstände während der Wachstumsphase noch Zeit haben, sich auszuwachsen und zu verflüchtigen, haften Pestizide, die nach der Ernte auf der Schale aufgebracht werden, auch noch dann an der Limette, wenn wir sie kaufen.

Regel Nr. 1: Limette vor dem Schneiden waschen

Regel Nr. 1 für Limetten-im-Gin-Tonic-Benutzer lautet daher: Limetten vor dem Schneiden optimalerweise unter fliessendem Wasser abwaschen. Das Benutzen einer Bürste zu diesem Zweck schadet nicht.

Regel Nr. 2: Besser Bio-Limetten kaufen

Bei Bio-Limetten ist ein Pestizidgebrauch auch während der Wachstumsphase eigentlich verboten. Wer also Bio-Limetten kauft und diese sind dann auch Bio-Limetten, hat einen wichtigen Schritt zur Pestizidfreiheit geschaffen. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt sich dennoch, auch diese kurz abzuwaschen, denn die Stiftung Warentest hat herausgefunden, dass so manche Bio-Limette wohl gar keine Bio-Limette ist, denn sie enthielt auch Schadstoffe. Die meisten Bio-Limetten waren aber schadstofffrei oder wenigstens schadstoffarm, insoweit erlangt man mit dem Kauf von Bio-Limetten für seinen Gin Tonic eine relative Sicherheit.

Pestizide wandern von der Schale ins Fruchtfleisch

Der Kauf von Bio-Limetten ist auch deshalb sinnvoll, weil die Pestizide, die während des Wachstums auf die Schale aufgetragen worden sind, wandern nachweislich auch ins Fruchtfleisch. Insoweit nützt dann auch Waschen der Schale nur bedingt etwas.

Limetten-Spruch: "Nach der Ernte unbehandelt"

Manche Limettenvermarkter werben mit "unbehandelt" auf der Verkaufsverpackung, im Kleingedruckten steht dann häufig "Nach der Ernte unbehandelt". Was das heißt, dürfte für jeden klar sein: Vor der Ernte wurde die Limette dann doch behandelt. Insoweit gilt auch hier: Noch besser wäre: Auch vor der Ernte nicht zu behandeln.

Beruhigung: Schadstoffgrenzen werden nicht überschritten

Beruhigend ist aber, dass die Schadstoffgrenzen in Deutschland im Regelfall nicht überschritten werden und noch viel wichtiger: Die Limette im Gin Tonic wird ja im Regelfall weder gegessen, noch mit der Schale verzehrt, sondern liegt nur im Gin Tonic und gibt Aromastoffe ab. Die dabei übertragenen Pestizidmengen sind aus heutiger Sicht so unbedenklich, dass eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung unwahrscheinlich ist. Ganz auf der sicheren Seite ist man allerdings nur mit Bio-Limetten. Da auch Bio-Limetten nicht wesentlich teurer sind als reguläre Limetten sollte sich die Investition in die eigene Gesundheit lohnen.

Reinigen nur mit warmem Wasser sinnvoll

Reinigen mit kaltem Wasser kann man sich übrigens schenken. In den Gin-Tonic gelangen dann genausoviele Rückstände wie ungewaschen. Wer seine Limette richtig reinigen will, sollte dies mindestens 20-30 Sekunden unter fliessendem heißem Wasser und unter Reiben der Limette vornehmen, um einen Effekt zu erreichen. So kann man geziehlt Pestizide und Fungizide entfernen oder deutlich reduzieren.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

Passende Artikel
Stobbe1776 Blackcurrant Gin 0,5l Stobbe1776 Blackcurrant Gin 0,5l
Inhalt 0.5 Liter (66,00 € * / 1 Liter)
33,00 € *